Doppeltes Vergnügen im Rosendomizil

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Zu zweit geht vieles besser: Seit rund zwei Jahren arbeitet Verena Schadow im Rosendomizil an der Seite ihrer Mutter, die zugleich Inhaberin des Hauses ist. Wie funktioniert eigentlich so eine Geschäftsführung mit Familienanschluss?

Das Rosendomizil lebt als inhabergeführtes Hotel von seiner ganz besonderen Persönlichkeit: Annette Gundlach hat seinen Charakter über viele Jahre intensiv geprägt. Viele Gäste schätzen ihren Stil und teilen die Leidenschaft für das individuell gestaltete Haus am Malchower See. Seit einiger Zeit teilt sie sich die Verantwortung mit ihrer Tochter Verena Schadow.

Alles, was nicht alltäglich ist

Die gut gelaunte 27-Jährige hat sich schnell in ihre neue Rolle hineingefunden: Im Grunde empfindet sie sich als »Mädchen für alles«, ist stets für die Gäste da und liebt es, auch mal persönlichere Gespräche zu führen, wenn den Gästen danach ist. »Die Menschen bei uns zu verwöhnen, macht mir einfach Spaß«, lacht sie, » und manchmal werden aus Gästen sogar Freunde! Im letzten Monat heiratete bei uns ein nettes Paar, mit dem ich immer noch in freundschaftlichem Kontakt stehe.« Trauungen auf Schiffen, in der alten Klosterkirche oder im Rosendomizil zu organisieren, ist ihr ein Vergnügen: »Alles, was nicht alltäglich ist, diese kleinen Herausforderungen, das mag ich besonders«, sagt sie.

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Mutter und Tochter haben eine klare Arbeitsteilung: Während Annette Gundlach in der Gesamtleitung, dem Kreativen und der Kulinarik zu Hause ist, trägt die Tochter im wichtigen Bereich »Office«, in der Online-Vermarktung und in den Buchungsportalen Verantwortung. Das System scheint ausgezeichnet zu funktionieren, darf man Verena Schadow glauben: »Im Grunde arbeite ich hier mit meiner besten Freundin zusammen!« Ihre Mutter gibt dieses Kompliment gerne zurück: »Die Zusammenarbeit klappt gut und ohne präzise Organisation geht es nicht. Deshalb treffen wir uns jeden Morgen zum Kaffee, um Erlebtes und die Pläne für den Tag zu besprechen. Dann geht jeder gut informiert an sein Tagewerk.«

Seit einigen Jahren ist auch Verena Schadow Mutter: »Dank guter Planung passt alles bestens zusammen und die Großeltern spielen eine wichtige Rolle.« Ihre Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Annette Gundlach ist immer noch etwas besonderes für sie: »Das Gefühl ist ganz anders als früher – ich trage gerne die Verantwortung für das Haus mit. Gemeinsam geht es doch viel besser!«

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Durch die Augen des Gastes gesehen

Die Geschäftsführerin selbst scherzt gerne darüber, dass sie seit zwei Jahren einen »Chef« habe. Tatsächlich empfindet sie große Genugtuung über den Input der Tochter: »Ich hatte eigentlich nie Probleme damit, meine gewohnten Pfade zu verlassen, sondern empfand es von Anfang an als Bereicherung, dass Verena so viele neue Ideen einbrachte. Sie kommt aus der Hotellerie, während ich das Handwerk Schritt für Schritt selbst erlernte. Dabei habe ich nie vergessen, das Haus durch die Augen eines Gastes zu sehen. So ergänzen wir uns ideal! Seit wir zu zweit sind, habe ich viel mehr Handlungsfreiheit und kann mich wieder um die wichtigen Themen des Hauses kümmern – dafür bin ich sehr dankbar.«

Hat Verena Schadow noch einen Tipp für die Gäste? »Ganz einfach«, schmunzelt sie, »als Gast würde ich den ganzen Tag im Bett bleiben und aus dem Fenster auf den Malchower See schauen. Kurz vor Weihnachten findet übrigens meine eigene Hochzeit statt«, freut sie sich, »und ein Zimmer mit Seeblick habe ich mir dafür natürlich schon ausgesucht!«

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